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Bericht 2008


 

Im Februar 2008 sind wir nach Madagaskar mit dem Ziel, auf dem Land eine Schule zu bauen, was uns auch gelungen ist. Die Schule ist für Kinder, die bis jetzt nicht zur Schule gehen konnten, weil die Eltern das Schulgeld nicht bezahlen konnten. Die nächste Schule ist sehr weit entfernt und die Kinder müssen durch einen Fluss gehen, um diese Schule zu erreichen. Dieser Fluss ist oft überschwemmt und die Kinder können nicht zur Schule gehen.                                                                

Wir kennen eine Frau in Fort Dauphin, die im Vorfeld schon die ersten Kontakte mit dem Präsidenten des Dorfes (Dorfältester) geknüpft hat.In dem Dorf haben wir dann mit dem Dorfältesten und den Bewohnern ein Grundstück ausgesucht, das der Dorfälteste zur Verfügung gestellt hat. Nach einigen Diskussionen haben wir uns auf eine Größe von 10 x 5 m geeinigt. Am nächsten Tag kam der Präsident mit einigen Handwerkern

in die Stadt und wir haben das Holz für die Konstruktion, die Bretter für die Verkleidung und das Wellblech für das Dach gekauft. Werkzeug, Beschläge, Nägel und diverses Zubehör haben wir am Markt gekauft. Wir haben einen großen LKW organisiert, das ganze Material verladen, dann noch Reis, Bohnen, Getränke und sonstige Verpflegung für die Handwerker zum Schulhausbau gekauft und das Ganze mit dem LKW aufs Land gebracht. Die Handwerker haben sofort mit dem Bau begonnen.

Als nächstes haben wir einen Schreiner organisiert, der die Schulbänke und Tische anfertigt. Wir haben wieder mit den Handwerkern die Bretter, Werkzeug und Nägel gekauft. In fünf Tagen haben sie die Schulbänke angefertigt, auch für diese Schreiner haben wir Reis und Lebensmittel gekauft. Mit einem kleinen LKW haben wir die Tische und Bänke wieder ins Dorf transportiert. Dann haben wir zwei Schultafeln anfertigen lassen und eine Tafel mit dem Namen der Schule und den Sponsoren. Wir organisierten einen Maler, der die Tafeln lackierte und beschriftete, dazu mussten wir auch erst die Farbe kaufen.

Der Dorfälteste hat ein Treffen mit dem Bürgermeister und einem künftigen Lehrer organisiert und wir haben die Formalitäten geregelt und mit dem Lehrer das Gehalt ausgehandelt, das wir ja bezahlen müssen. Das Gehalt beträgt 100 Euro im Monat. Für die Ausrüstung des Lehrers haben wir 100 Euro bezahlt. Einen Teil der Schulsachen für die Kinder haben wir auch schon bezahlt. Den Lehrer haben wir für ein halbes Jahr bezahlt. Die Schule ist eine reine Privatschule und die Eltern müssen nichts bezahlen. Die Anerkennung der Schule durch das Ministerium ist uns zugesagt. Im September beginnt der Unterricht, wir haben uns mit dem Lehrer darauf geeinigt, die ersten drei Klassen vom 6. bis 9.Lebensjahr hier zu unterrichten. Die Räume des Schule sollen auch für die Feier der hl. Messe benutzt werden, ferner wollen wir noch eine Erwachsenenbildung anlaufen lassen.

Während unseres Aufenthaltes haben wir in der Stadt noch sieben Kinder eingeschult und bezahlt. Für zwei Frauen haben wir eine Nähmaschine gekauft. Die Frauen haben sich bereit erklärt, die einheitliche Schulkleidung zu nähen, wozu wir noch den Stoff, Faden und Knöpfe kauften. Diese Frauen haben wir aufgefordert, den umliegenden Frauen und Mädchen das Nähen zu lernen. Für die Näharbeiten haben wir im Voraus einen kleinen Lohn bezahlt. Zur Linderung des größten Not in vielen Familien kauften wir in diesen vier Wochen insgesamt 12 Zentner Reis, der jeweils an die Ärmsten verteilt wurde.

Außerdem haben wir mit den gespendeten Medikamenten ständig medizinische Versorgung geleistet und die benötigten Medikamente verteilt.

Für alle beteiligten Handwerker haben wir Lohn bezahlt und bei Fertigstellung der Schule einen weiteren Arbeitslohn zugesagt. Bis jetzt haben wir für dieses Projekt ca. 6.500 Euro bezahlt. Zu finanzieren sind noch die restlichen Schulsachen der Kinder, das Lehrergehalt ab Februar 2009 und für später haben wir ihnen noch einen festen Betonfußboden für die Schulräume zugesagt sowie eine Toilette und Grunderwerb für Gemüse- und Reisanbau.